PROJEKTE

Ich plane Räume ganzheitlich, immer ausgehend vom konkreten Nutzen. Gleichzeitig entstehen jenseits des Offensichtlichen oft neue Möglichkeiten. Ob ungenutzte Nischen oder neu geführte Wege, genau diese Details prägen den Alltag später spürbar.

 


Hier findet ihr Einblicke in ausgewählte Raumkonzepte für Einfamilienhäuser und Wohnungen im Großraum München.

Dachgeschosserweiterung – Sitzplatz statt Luftraum

Dachgeschoss mit geschlossener Wand neben der Treppe und wenig nutzbarem Raum

Vorher

Das Dachgeschoss ist geprägt von einer starken Dachneigung. Auf der Treppenseite liegt die Deckenhöhe bei über 4 Metern, während der Kniestock auf der gegenüberliegenden Seite nur 30 cm beträgt. Da der Luftraum über der Treppe abgemauert war, entstand ein schmaler, kaum nutzbarer Gang, der das gesamte Geschoss dominierte und wertvolle Fläche verschenkte.

Geöffnete Wand neben der Treppe während des Umbaus, mit freiliegendem Kaminschacht

Umbau

Um ein großzügigeres, offeneres Raumgefühl zu schaffen, wurde die Ziegelwand zur Treppe entfernt. Da sie keine tragende Funktion hatte, waren keine statischen Maßnahmen erforderlich. Anstelle des geschlossenen Luftraums wurden zwei Podeste eingezogen – eine Konstruktion aus Massiv‑, Holz‑ und Trockenbauweise.

Gemütliche Sitznische mit Holzverkleidung, Polstern und neu gewonnenem Wohnraum

Nachher

Durch den Umbau wird der zuvor ungenutzte Luftraum konstruktiv in das oberste Stockwerk integriert. Die neuen Podeste folgen dem Verlauf der Treppe und schaffen ein gemütliches Sitzpodest sowie eine praktische Regalnische. So entstanden rund 10 % zusätzliche Wohnfläche und ein neues, offenes Raumgefühl, das dem Dachgeschoss einen neuen Charakter verleiht.

Treppendrehung – Neue Form, mehr Platz

Gerade Treppe mit abruptem Richtungswechsel und wenig harmonischem Übergang zum Wohnbereich

Vorher

Der ursprüngliche Treppenverlauf führte gerade an der Wand entlang. Am Ende der Stufen musste man sich abrupt drehen, um seinen Weg im Erdgeschoss fortzusetzen. Zudem ging wertvolle Stellfläche verloren, da der Bereich vor der ersten Stufe und neben der Treppe als Laufweg freigehalten werden musste. Der Übergang von Treppe zu Raum war wenig fließend und unnötig umständlich.

Treppe in der Bauphase mit offenen Betontreppenstufen und sichtbarer Baustellensituation

Umbau

Mit Rücksicht auf eine harmonische Lauflinie wurde die Geometrie der drei unteren Stufen angepasst. Dafür wurde Beton an der obersten Stufe abgetragen und an mehreren Stellen ergänzt. So entstand eine viertelgewendelte Treppe, die sich zum Raum hin öffnet.

Neu gestaltete Holztreppe mit harmonischem Verlauf, Pflanzen und offener Raumwirkung

Nachher

Der optimierte Verlauf erleichtert den Übergang von Treppe zu Raum und schafft spürbar mehr nutzbare Fläche. Durch die Trittstufen aus Vollholz und die verputzten Setzstufen entsteht ein modernes, zeitloses Gesamtbild. So wird die Treppe zu einem ruhigen Mittelpunkt, der den Raum sowohl funktional als auch gestalterisch aufwertet.

Garderobengestaltung – Stauraum mit Wirkung

Ehemalige Küche im Eingangsbereich vor der Umgestaltung zur Garderobe.

Vorher

An der Stelle der heutigen Garderobe lag früher die Küche. Um den Alltag der Bewohner besser zu unterstützen, wurde das Erdgeschoss neu organisiert: Die Küche wanderte zur Terrasse, und im Eingangsbereich konnte erstmals ein eigener Bereich für Jacken, Schuhe und Alltagsgegenstände der vierköpfigen Familie entstehen.

Bauphase des neuen Garderobenraums mit versetzt angeordneten Wänden im Trockenbau.

Umbau

Aufgrund des begrenzten Platzes und der bestehenden Fenster war ein gut durchdachtes Konzept besonders wichtig. Die Wände des Garderobenraums wurden versetzt angeordnet, um maximalen Stauraum zu schaffen, ohne die Fensterfront zu unterbrechen. Durch Trockenbau ließ sich diese Lösung statisch sauber umsetzen und exakt in den Bestand integrieren.

Fertiggestellte Garderobe als Trennung von Eingangsbereich und Wohnzimmer mit umlaufender Fensterbank.

Nachher

Die neue Garderobe bildet eine klar gesetzte Raumkante, die das Ankommen vom Wohnen trennt. Das Wohnzimmer gewinnt durch die umlaufende Fensterbank eine gemütliche Ecke und wird zu einem geschützten Rückzugsort mit freien Blicken nach außen.

Innenansicht des geschlossenen Garderobenraums mit Zimmertür und maßgefertigten Einbauten.

Innen

Auf der Rückseite zeigt sich die Garderobe als geschlossener Raum mit richtiger Zimmertür – so kann Alltagschaos schnell verschwinden, statt offen im Eingangsbereich zu liegen. Maßgefertigte Einbauten nutzen den Raum maximal aus und ermöglichen schnellen Zugriff auf alle Dinge des täglichen Gebrauchs. Die klare Gliederung sorgt für Ordnung und einen entspannten Start in den Tag.

Grundrissoptimierung – Familienleben mit Gartenblick

Vorher

Vor dem Umbau hatte das Erdgeschoss eine klassische Aufteilung: Küche in der Nähe des Eingangs, fließender Übergang von Ess- und Wohnbereich und die Couch mit Blick auf den Garten.

Die Küche war durch Trockenbau abgetrennt, so dass ein schmaler Flur entstand, der gerade noch Platz für zwei Garderobenhaken hinter der Haustür lies. Von Esstisch und Küche aus hatte man eine wenig einladende Sicht auf einen gepflasterten Hof samt Garagen. 

Da der Fokus auf dem Wohnzimmer lag, wurden Couch und Fernseher bei der großen Fensterfront im Süden platziert, auch wenn die tief stehende Abendsonne im Fernseher blendete. 

Die gerade Treppe führte unmittelbar in diesen Wohnbereich, wodurch viel Fläche für Laufwege freigehalten werden musste.

 

Insgesamt entstand ein Grundriss, der zwar für die beiden damaligen Bewohner funktionierte, aber die größten Vorzug des Hauses, nämlich die überdachte Terrasse mit unverbaubarem Ausblick ins Grüne, nicht nutzte. 

Grundriss des Erdgeschosses vor dem Umbau: abgetrennte Küche, schmaler Flur, Wohnbereich zur Südseite, lange Wege zur Terrasse.

Nachher

Der neue Grundriss wurde für eine vierköpfige Familie entwickelt: 

 

Ein eigener Garderobenraum schafft Ordnung und trennt den Eingang vom Wohnbereich. Die Couch steht bei den Fenstern zum Hof und blickt auf einen kleinen Fernseher und die gedrehte Treppe, den neuen Mittelpunkt des Erdgeschosses. Der Kellertreppenabgang verschwindet hinter einer Hidden Door, die mit dem Versorgungsschacht nun eine ruhige, durchgehende Wandfläche bildet. 

 

Der offene Koch- und Essbereich liegt an der Südseite und lässt sich über eine faltbare, bodentiefe Glasfront direkt mit der überdachten und nun geschwungenen Terrasse verbinden. Damit der Blick nach draußen frei bleibt, wurde die Terrasse mit bodennahen Loungemöbeln gestaltet. So fühlt sich auch der Platz am großen Esstisch mit extra langer Sitzbank fast wie draußen an.
 

Die Küche bietet einen großzügigen Arbeitsbereich mit viel Stauraum, breitem Kochfeld und French Door Kühlschrank, während die Unterschränken mit Schubladen für eine optimale Erreichbarkeit sorgen. Eine kleine Theke mit angebauter Sitzfläche verbindet Küche und Wohnbereich und gibt den Kindern die Möglichkeit, beim Kochen mitzuhelfen.

 

Diese ungewöhnliche Aufteilung mit klarem Fokus auf Terrasse und Garten schafft einen offenen, alltagstauglichen Familienraum, der Innen- und Außenbereich selbstverständlich miteinander verbindet.

Nachher‑Grundriss mit offener Küche, großer Glasfront zur Terrasse und optimierten Laufwegen für eine vierköpfige Familie.

Rochemont.Studio
Raumkonzepte & Baubegleitung

München | online
 

tiffany.dumesnil@gmail.com

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